Schulverpflegung in Deutschland 2026: Eltern fordern mehr Qualität, Transparenz und hochwertige Proteine
Berlin | 26.03.2026
Berlin, 26. März 2026 – Schulverpflegung ist für Eltern weit mehr als reine Sättigung.
Eine aktuelle, bundesweite Studie unter Eltern schulpflichtiger Kinder zeigt: Qualität, Transparenz und
eine ausgewogene Nährstoffversorgung gewinnen deutlich an Bedeutung. Besonders Protein
entwickelt sich für viele Familien zu einem zentralen Qualitätskriterium beim Schulmittagessen.
89 Prozent der Befragten halten es für wichtig, dass das Schulessen gesund und eiweißreichist.
71 Prozent der Eltern wünschen sich sogar eine verbindliche Mindestmenge an Protein im Schulmittagessen.
Gleichzeitig erwarten Eltern, dass das Essen gut schmeckt,
abwechslungsreich ist und saisonale Produkte aus Deutschland berücksichtigt. Bedenklich ist
hingegen: Nicht einmal jedes zweite befragte Elternteil ist mit dem Schulessen derzeit zufrieden.
Insbesondere mangele es an der Transparenz bei den verwendeten Zutaten, monieren die Eltern.
Eiweiß als Schlüssel zur Qualität
Die Studie, vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der Deutschen Geflügelwirtschaft
im Februar 2026 unter 1.500 Eltern schulpflichtiger Kinder durchgeführt, zeigt deutlich: Eiweiß ist
neben dem guten Geschmack für Eltern ein zentraler Qualitätsfaktor beim Schulessen.
„Eltern betrachten Schulverpflegung als wichtigen Baustein für die Entwicklung und
Leistungsfähigkeit ihrer Kinder“, sagt Wolfgang Schleicher, Geschäftsführer des
Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG). „Eine ausgewogene Ernährung mit
hochwertigen Proteinquellen gehört für viele Familien heute selbstverständlich dazu.“
Ausgewogener Proteinmix gewünscht
Die Ergebnisse zeigen, dass Eltern bei Proteinquellen nicht auf ein „entweder oder“ setzen.
Vielmehr wünschen sie sich einen ausgewogenen Mix aus tierischen und pflanzlichen
Eiweißquellen. Aus Sicht der Mehrheit der befragten Eltern ist Geflügelfleisch die beliebteste
Proteinquelle. Zur Spitzengruppe gehören auch Fisch, Hülsenfrüchte, Eier und andere
Fleischsorten.
• 79 % der Eltern wünschen sich Geflügelfleisch
• 70 % bevorzugen Rindfleisch
• 62 % nennen Schweinefleisch
• 38 % entfallen auf andere Fleischsorten
Damit ist Geflügel das beliebteste Fleisch im Schulessen. Aus Sicht vieler Eltern erfüllt es
zentrale Anforderungen moderner Schulverpflegung: Es liefert hochwertiges Eiweiß, ist vielseitig
einsetzbar und lässt sich gut in abwechslungsreiche Gerichte integrieren.
Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander
Trotz klarer Erwartungen zeigt die Studie eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Realität.
Nicht einmal jedes zweite Elternteil ist mit der aktuellen Schulverpflegung zufrieden. Besonders
kritisch bewerten Eltern:
• Verbesserungsbedarf bei Anteil an Produkten aus Deutschland
• fehlende Informationen zu Erzeugungs- und Produktionsstandards
• Verbesserungsbedarf bei Geschmack und Saisonalität
Für 75 Prozent der Eltern ist es wichtig, dass beim Schulessen Produkte aus Deutschland auf
den Teller kommen. Doch nur 49 Prozent der Eltern fühlen sich ausreichend über das
Schulessen informiert. Lediglich 24 Prozent geben an, dass Erzeugungsstandards transparent
kommuniziert werden.
„Wir unterstützen die Forderung der Eltern in Deutschland nach mehr Transparenz beim
Schulessen ausdrücklich“, sagt Wolfgang Schleicher. „Auch beim Schulessen muss klar sein,
dass die Zutaten aus heimischen Betrieben mit hohen gesetzlichen Standards stammen.
Qualitativ hochwertige Lebensmittel aus Deutschland, Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und
Nachhaltigkeit sind Themen, die nicht nur im Supermarkt eine Rolle spielen dürfen, sondern auch
beim Schulessen wichtig sind.“
Auffällig ist in den Studienergebnissen ein Ost-West-Gefälle bei den Befragten. In den
ostdeutschen Bundesländern sagen bis zu 41 Prozent der Eltern, dass sie sich ausreichend über
die Erzeugungsstandards beim Schulessen informiert fühlen. In den westdeutschen
Bundesländern sind es hingegen maximal 25 Prozent.
Protein als neuer Qualitätsmaßstab
Ein zentrales Ergebnis der Studie: Eiweiß entwickelt sich zunehmend zu einem neuen Maßstab für
Qualität in der Schulverpflegung. Eltern verstehen Protein dabei bewusst als Bestandteil einer
ausgewogenen Mischkost mit tierischen und pflanzlichen Komponenten.
„Die Ergebnisse zeigen klar, dass Eltern eine Schulverpflegung wollen, die Kinder mit Energie und
wichtigen Nährstoffen versorgt“, betont Wolfgang Schleicher. „Hochwertige Proteinquellen sind
für viele Familien ein fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.“
Fazit
Eltern fordern spürbare Verbesserungen beim Schulessen ihrer Kinder. Neben gutem Geschmack
erwarten sie eine gesunde, abwechslungsreiche und eiweißreiche Verpflegung. Gleichzeitig
besteht ein deutlicher Nachholbedarf bei Transparenz und Information.
„Schmeckt gut“ allein reicht aus Sicht vieler Eltern nicht mehr als Qualitätsnachweis. Fast 80
Prozent wünschen sich Geflügelfleisch aus Deutschland auf dem Speiseplan ihrer Kinder – als
Teil einer modernen, ausgewogenen Schulverpflegung.
Zur Studie:
Befragungszeitraum: 2. Februar bis 22. Februar 2026
Befragte: 1.500 Eltern mit schulpflichtigen Kindern
Umsetzung: Civey GmbH
Pressekontakt
Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG)
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