Deutsches Geflügel
Geflügelfleisch ist ein hochwertiges Erzeugnis einer modernen, verbraucherorientierten Landwirtschaft und passt gut zu einer gesunden und bedarfsgerechten Ernährung. Erfahren Sie im Rahmen der Kommunikationsoffensive der IDEG Informationsgemeinschaft Deutsches Geflügel, warum Geflügelfleisch aus Deutschland darüber hinaus zu einer nachhaltigen Lebensweise passt und machen Sie sich selbst ein Bild von den hohen Erzeugungsstandards.
www.deutsches-gefluegel.de
Deutsche Eier

Informationen über die Entstehung von Eiern und die in Deutschland zugelassenen, tiergerechten Haltungsformen für Legehennen erhalten Sie hier.
www.deutsche-eier.info
Deutsche Geflügelwirtschaft unterliegt schon heute flächendeckendem Antibiotika-Monitoring
Vor dem Hintergrund der von Bundesministerin Aigner geplanten bundesweiten Datenbank zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung hält die deutsche Geflügelwirtschaft fest: Schon seit dem 1. April 2012 unterliegt die deutsche Geflügelwirtschaft als erster Bereich der Nutzierhaltung im Rahmen des QS-Systems einem flächendeckenden Monitoringsystem. Diese Datenbank ist eine ergänzende Maßnahme zur Verbesserung der Transparenz und zur Optimierung des einzelbetrieblichen Tiergesundheitsmanagements. Das Antibiotika-Monitoring, das die deutsche Geflügelwirtschaft selbst mit auf den Weg gebracht hat, erfasst sämtliche Antibiotikaverschreibungen innerhalb der Mastdurchgänge in Deutschland systematisch und zentral.
Deutsche Eierwirtschaft fordert keine Anhebung der Dioxin-Grenzwerte in Eiern
Anders als in verschiedenen Medien zitiert tritt die deutsche Eierwirtschaft nicht für eine Anhebung der Dioxin-Grenzwerte in Eiern ein. Missverständlich wiedergegeben worden war in diesem Kontext eine mündliche Interview-Äußerung des Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutsches Ei, Dr. Bernd Diekmann. Dieser hatte im Gespräch mit einer Nachrichtenagentur lediglich zum Nachdenken über Zusammenhänge bei der Entstehung von Dioxin in Lebensmitteln angeregt und in diesem Zusammenhang verdeutlicht, dass unterschiedliche Lebensmittel mit unterschiedlicher Belastungssituation unterschiedliche Grenzwerte erforderten. „Daraus eine Forderung nach einer Aufweichung der Dioxin-Höchstwerte in Eiern abzuleiten, ist unsachlich und falsch“, stellt Diekmann klar. „Fakt ist: Die deutsche Eierwirtschaft fordert keine höheren Grenzwerte für Dioxin in Eiern.“
Deutsche Eierwirtschaft appelliert an den Lebensmittelhandel: „Erzeuger fair bezahlen – ruinöse Marktsituation beenden“
Angesichts der außergewöhnlichen Situation auf dem europäischen Eiermarkt mit einem extrem verknappten Angebot und anhaltend hohen Preisen in der Eierbeschaffung appelliert die deutsche Eierwirtschaft an den deutschen Lebensmittelhandel, umgehend die Kontraktbindung zu lockern und den Erzeugern einen angemessenen und fairen Preis zu zahlen. „Diese ruinöse Marktsituation muss so schnell wie möglich beendet werden“, forderte Dr. Thomas Janning, Geschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und des dem ZDG angeschlossenen Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE), am Rande der Sitzung des Beratenden Ausschusses Eier und Geflügel der EU-Kommission am vergangenen Freitag in Brüssel.
Wissenschaftler kritisiert gravierende Mängel im Gutachten: „Frist bis 2023 für Kleingruppe deutlich zu kurz bemessen“
Aus Sicht der Wissenschaft weist die Stellungnahme des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) zur betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer in der Kleingruppenhaltung derart gravierende Mängel auf, dass die auf dieser Grundlage geforderte Übergangsfrist bis zum Jahr 2023 für die bestehenden Kleingruppenhaltungen „deutlich zu kurz bemessen“ ist. Zu diesem Schluss kommt Prof. Dr. Hans-Wilhelm Windhorst vom Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) der Universität Vechta nach genauer Analyse der Stellungnahme. „Das KTBL lässt wesentliche kalkulatorische Größen einer sorgfältigen betriebswirtschaftlichen Berechnung gänzlich außer Acht“, kritisiert Windhorst unter anderem die fehlende Berücksichtigung von Kosten für Sortierung oder Verpackung der Eier. Darüber hinaus gehe das KTBL-Gutachten wiederholt von falschen Annahmen aus: So spiegele der von den Verfassern angenommene Eierpreis von 8 bis 9 Cent eine „absolut unrealistische Erlössituation“ wider. Laut Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) hätten die erzielbaren Erlöse für unsortierte Ware im Mittel der Jahre 2008 bis 2010 bei lediglich 6 bis 7 Cent gelegen. Äußerst bedenklich sei auch, dass die sich abzeichnende Entwicklung bei den Weltmarktpreisen für Futterkomponenten in den Kalkulationen gar nicht berücksichtigt worden sei. Ausgehend von diesen handwerklichen Fehlern zieht Windhorst die Aussagekraft der gesamten Untersuchung in Zweifel: „Wenn in einem Gutachten dieser Tragweite von einer Reihe offensichtlich falscher Annahmen ausgegangen wird, können die daraus gezogenen Schlussfolgerungen nicht richtig sein.“
Übergangsfristen für Kleingruppenhaltung – Eierwirtschaft fordert: „Ministerin Aigner soll juristischen Experten folgen“
Mit deutlicher Kritik und Unverständnis reagiert der im Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) organisierte Bundesverband Deutsches Ei (BDE) auf den Vorstoß der Bundesländer Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, Übergangsfristen für bestehende Kleingruppenhaltungen faktisch nur bis Ende 2023 zuzulassen. „Das kommt einer Enteignung der rund 150 deutschen Legehennenhalter gleich, die Millionen in diese erst seit 2006 existierende moderne Haltungsform investiert haben“, missbilligt ZDG-Vizepräsident und BDE-Vorsitzender Dr. Bernd Diekmann die aus Sicht der Eierwirtschaft nicht nachvollziehbare Initiative der beiden Bundesländer. Als „willkürlich und deutlich zu kurz gegriffen“ kritisiert er die von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz ins Spiel gebrachte Frist bis Ende 2023. Diekmann formuliert den klaren Appell der deutschen Eierwirtschaft an Bundesministerin Ilse Aigner, dem Vorschlag der Länder nicht zu folgen und vielmehr der Bewertung juristischer Experten aus dem eigenen Hause zu trauen. Das Bundesministerium hatte gegenüber der Eierwirtschaft die Auffassung vertreten, eine kürzere Frist als bis Ende 2029 sei wegen verfassungsrechtlicher Bedenken aufgrund des grundgesetzlich geschützten Eigentums (Artikel 14 GG) nicht haltbar. Zwar sei eine kürzere Übergangszeit als die ursprünglich vom Bundesministerium formulierte Frist bis Ende 2035 durch keine sachliche Argumentation zu rechtfertigen, schildert Diekmann seine Bedenken, macht aber zugleich die Gesprächsbereitschaft der Eierwirtschaft deutlich: „Mit einem realistischen Kompromiss könnte die Eierwirtschaft notfalls leben.“
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Das Magazin für die Geflügel-wirtschaft und Schweineproduktion ist das offizielle Organ des Zentral-verbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.








